Computer - Welches Betriebssystem soll ich einsetzen
letzte Änderung am:
09.02.2003
Diese Frage muß man sich natürlich stellen und sie wird oft zum echten Streitpunkt.
Dabei gibt es zur Zeit nicht das beste Betriebssystem.
Ich persönlich präferiere Linux, u.a. auch deswegen, weil ich schon 1980 meine
ersten Kontakte zu UNIX bekam und was mir daran besonders gefällt, ist die Tatsache,
dass ich ich nicht, wie bei Windows üblich, mein erworbenes Wissen mit jeder Version
wegwerfen mußte, sondern das alte Wissen immer noch verwenden kann,
auch wenn ich in der Zwischenzeit viel dazu gelernt habe.
Mac OS Zu Mac OS fehlt mir die notwendige Erfahrung um es zu beurteilen.
Es wird jedoch häufig in grafischen Betrieben und in Schriftsatz Anwendungen
verwendet. Dort hatte es vor ein paar Jahren wegen der Speichertechnologie
der Apple Rechner auch eindeutige Vorteile, die mittlerweile allerdings
durch schnellere CPUs und den um Potenzen gewachsenen Speicherausbau der Rechner
nach Intel Architektur nicht mehr erheblich sind.
Windows 3.11 bzw. Windows für Workgroups Ist heute nur noch sehr vereinzelt anzutreffen und hat auf manchen
hardwaremäßig dünn ausgestattetem Rechner immer noch seine Vorteile.
Bei den heutigen Hardware Preisen und auch weil gebrauchte Rechner oft
billig zu erwerben sind, würde ich hier jedoch eine "Aufrüstung" empfehlen.
Windows 95 Würde ich heute durch ein Windows 98 ersetzen.
Außer man scheut die Lizenzkosten.
Windows 98 Für nicht ganz so "powermäßig" ausgestattete Rechner ein weitesgehend stabiles
Arbeitssystem. Durch die aus heutiger Sicht
geringen Anforderungen an die Hardware eignet es sich
auch gut als Zweitsystem zu Linux oder in einer virtuellen Konsole, etwa unter
VMware.
Windows ME Empfinde ich als eine Beleidigung an den User seitens Microsoft.
Ich persönlich habe noch keinen Rechner gesehen, auf dem dieses System
stabil gelaufen ist. Mich wundert es, dass die Besitzer von Windows ME keine
Sammelklage auf Schadenersatz gegen Microsoft einreichen.
Windows 2000 Ist, sofern man ein Windows System als stabil bezeichnen will, für mich
die beste Alternative aus dem Hause Microsoft.
Läuft z.B. auf meinem NoteBook, als zweites OS neben Linux, weil leider einige
Programme, die ich berufsbedingt benötige nur unter Windows funktioniern.
Windows XP Mir ist dieses System zu bunt. Außerdem wiederstrebt mir hier die
Lizenzpolitik seitens Microsoft. Berufsbedingt wechsle ich meine Rechner
häufiger aus bzw. baue sie häufiger um. Und ich mag nicht jedesmal,
wenn ich eine neue Hardware teste, eine neue Registrierung durchführen.
Das hat nichts mit Raubkopieren usw. zu tun, sondern mir wiederstrebt einfach
der Zwang, den MS durch seine marktbeherschende Position ausübt.
Ich finde es einfach nur dumm und lästig.
Linux Für Linux trifft das Schild oben nicht mehr ganz zu.
Durch die Desktops KDE und Gnome ist Linux längst zu einem Workstation
System erwachsen. OK, ok, grafische Desktops gab es unter Linux auch schon vorher.
KDE oder Gnome erst bringen jedoch den von Windows gewohnten Komfort und die
einheitliche Bedienung der Programme mit.
Ich verwende gerne die Distributionen aus dem Hause Suse.
Mein Server läuft meistens mit einer alten Variante, die ich nur dann
hochrüste, wenn es wirklich nennenswerte Argumente gibt.
Hier ist mir einfach Langzeitstabilität wichtiger als neue Features.
Außerdem arbeitet man ja eher selten auf einem Server
Auf meinem NoteBook befindet sich fast immer die neueste Version,
hier siegt der "Spieltrieb" doch über die Vernunft. Schließlich möchte man ja
gerne neue Programme und Features testen.
Welche Distribution Sie einsetzen ist Geschmacksache, hier sollten Sie sich
im Bekanntenkreis umhören ... vielleicht gibt es ja einen Freund/Freundin der/die
eine passende Ausgabe besitzt.
Durch die Lizenzpolitik darf man sie
auch auf mehrere Rechner installieren. Das bedeutet, man kann es
(wenn man die eigene Zeit nicht rechnet) auch mal kostenlos probieren.
Außerdem macht es mehr Spaß und es geht besser, wenn man die eigenen Erfahrungen mit Freunden
austauschen kann.
Eine Festplatte ab 40 GigaByte bietet genügend Platz um es parallel
zum bereits installierten Windows zu betreiben. Auf meinem Notebook teilt
sich Linux
zusammen mit einem Windows 2000 brav und problemlos die 20 GB Festplatte.
Das c't magazin für computer technik
hat in seiner Ausgabe 4/2003 eine sehr schöne Artikel Serie über Linux als Desktop
und gleich eine CD mit der Knoppix c't Edition herausgegeben.
Damit kann man ohne viel Aufwand mal in Linux hineinschnuppern.
... und das lohnt sich!
Für welches System Sie sich nun entscheiden, sollten Sie von Gebrauch
Ihres Computers abhängig machen.
Obwohl es für Linux fast alle notwendigen Programme gibt, kann es doch vorkommen,
dass ein ganz speziell benötigtes Programm immer noch nur unter Windows zur Verfügung steht.
Hier ergibt sich die Auswahl des Betriebssystems von allein.
Häufig wird die Installation von Linux als Argument gegen Linux verwendet.
Dazu kann ich nur sagen, dass ich auf einem modernen Computer mit DVD-Laufwerk
z.B. Suse Linux viel schneller einrichte, als z.B. ein Windows 2000 incl. Office Paket.
In Linux ist sind mehrere Office Pakete bereits enthalten ... und lesen und schreiben
kann OpenOffice (oder StarOffice) MS-Office Dateien übrigends auch.
Und kommen dann auch noch Dinge wie ein DSL oder ISDN Anschluß hinzu, ist das Linux System in etwa
einem Drittel der Zeit installiert wie ein vergleichbares Windows System.
Fazit
Wenn Sie sich mit Ihrem Rechner öfter auseinander setzen. Wenn Sie bereit sind auch
mal etwas zu versuchen und dauerhaften Spaß mit Ihrem Rechner haben wollen, sollten Sie unbedingt
unbedingt Linux testen ...
Ob sie es nun ausschließlich für Ihren Arbeitsplatz verwenden oder dann irgendwann
auch zum "Freak" werden und Ihren ISDN oder DSL Anschluß über einen alten PC mittels
fli4l, einer Linux Variante, die auf nur einer Floppy
Floppy-Disk Platz hat, als Router und Firewall betreiben oder sich so wie ich, einen
Sharp Zaurus als Palm PC zulegen,
weil auf ihm eben auch ein Linux seinen Dienst tut.
Auch hier lassen sich Erfahrungen und Daten schnell von einem zum anderen System
übertragen.