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Computer Communication & Consulting

VMware Server mit Ubuntu Linux Host

letzte Änderung 22.07.2007

Small Business (SOHO) Linux Server mit VMware Server

Installationsbeispiel eines VMware-Servers in einem SOHO (Small Office Home Office) Server.

Anforderung: Es soll ein kostengünstiges 24/7 Intranet aufgebaut werden

Folgende Aufgaben sollen zentral zu Verfügung gestellt werden:

Datenbank

Als Datenbank kommt MySQL zum Einsatz. Mittels Apache Webserver und PHP-Scripts werden die Daten betriebssystemunabhängig zur Verfügung gestellt. Ein Teil der Datenbank-Daten soll mehrmals täglich in die MySQL Datenbank eines anderen Standortes kopiert werden.

Fileserver

Die Workstations arbeiten auf lokalen Festplatten. Für das Sharen von unstrukturierten Daten (Fotos, Dokumente, etc.) sollen den Workstations gemeinsame Verzeichnisse zu Verfügung stehen. Als Office Paket kommt OpenOffice zum Einsatz.
Die gemeinsamen Directories werden per NFS und CIFS (Samba) im LAN den Workstations zur Verfügung gestellt.

Mailserver

Es soll ein lokaler Mailserver betrieben werden, der die Mails verwaltet. Er soll zusätzlich ankommende Mails überprüfen und ggf. automatisch daraus Datensätze für die Datenbank generieren. Eine zentrale Spam-Prüfung findet nicht statt.

DSL Router, Gateway und Firewall

Für die Anbindung des Intranet an das WWW steht ein DSL Anschluss zur Verfügung. Dieser soll von allen Workstations und Services gemeinsam genutzt werden können.

Datenverfügbarkeit

Das Intranet muss rund um die Uhr laufen (24/7 Betrieb). Die Daten sollen über ein RAID-System hochverfügbar sein. Im K-Fall darf das System für ein paar Stunden (weniger als ein Tag) ausfallen. Die zentralen Daten werden auf Band gesichert. Die Multimedia Daten sind in der Verfügbarkeit unkritisch, können also im Fehlerfall vom Band zurückgespielt werden. Den Workstations steht die Share "backup" für die zentrale Sicherung von Daten zur Verfügung. Das gesamte System wird mittels Online-USV gegen Stromschwankungen und -ausfall gesichert.

Zusätzliche Services

Für Online-Banking soll eine sichere Windows 2000 Umgebung geschaffen werden. Eine Linux "Copy-Maschine" sorgt für die automatischen Kopiervorgänge zwischen der lokalen und der remote MySQL Datenbank. Außerdem soll sie (auf Anforderung) einen Teil der lokalen Bilder-Directories als Spiegel auf ein Remote-System übertragen.

Resourcen/Hardware

Um Strom im Dauerbetrieb zu sparen, sollen alle Services möglichst von nur einer Hardware zur Verfügung gestellt werden. Das System hat keine hohen I/O-Lasten, daher reicht eine einfache Serverhardware aus.

Zur Verfügung stehen ein AMD Duron 1.3 GHz mit 1,5 GB Hauptspeicher. Eine 160 GB IDE (ATA) HDD für das Betriebsystem und ein externes SCSI RAID5 mit 210 GB (netto).


Die Umsetzung

Als Host Betriebssystem wurde Ubuntu Feisty (7.04) und der freie VMware Server gewählt, weil beide leichter zu installieren und pflegen sind, als der ursprüngliche SuSE 8 File-Server und der W2k basierende VMware GSX Server, die beide durch diesen Server abgelöst wurden. Auf dem VMware GSX Server liefen bisher der IPCop-Router und die Linux Copy Maschine jeweils in einer separaten VM. Die Linux Copy Maschine wurde 1:1 auf den neuen Linux-VMware Server kopiert. Der IPCop DSL Router wurde als VM komplett neu aufgesetzt. IPcop www.ipcop.org stellt auch den DHCP- und NTP-Server für das lokale Netz.


Hardware Setup

Der Server und das RAID-System sind in je einem 19"-Gehäuse und diese wiederum mit einer 19" Onlinie-USV in einem halbhohen 19"-Schrank untergebracht. Das erhöht die Betriebssicherheit des Gesamtsystems erheblich.

Der Server selbst besteht aus einem "alten" ASUS Board, einem Adaptec AHA-2940U2W für das externe SCSI-RAID und zwei 3Com 3c905B (100 MHz) LAN-Cards. Eine davon wird den internen LAN zugewiesen und die zweite ist zum Anschluß des DSL-Modems.

Für den K-Fall existiert "Cold Standby" ein zweites, ähnliches System, dass den LAN-Server relativ schnell ersetzen kann. Die wesentlichen Daten liegen auf dem externen RAID und können somit an den Ersatz-Server einfach angesteckt werden.

Das Backup geschieht mittels DLT-Laufwerk auf DLT-Kassetten. Darauf werden einzelne Filesysteme bzw. Partitionen als Full-Backup mit tar gesichert.


Partitionierung der Festplatten

Eine 160er IDE Platte soll das Host-Linux (Boot-System) halten. Der restliche Plattenplatz (ca. 150 GB) steht für Backups und Multimedia-Dateien zur Verfügung. Die "kritischen" Anwendungsdaten sollen ausschließlich auf dem externen RAID liegen. Die IDE-HDD wird in 4 primäre Partitionen aufgeteilt, das externe RAID komplett LVM zugewiesen:

Partition Size FileSystem Mount Point
/dev/hda1200 MBext2/boot
/dev/hda25 GBext3/
/dev/hda32 GBswap
/dev/hda4154 GBlvm"ide"
/dev/sda1210 GBlvm"raid"

Weiterhin werden folgende LVM-Filesysteme definiert:
LVM Name Size FileSystem Mount Point
ide-tmp1 GBext2/tmp
ide-usr5 GBext3/usr
ide-var2 GBext3/var
ide-mmedia40 GBext3/export/mmedia
ide-backup40 GBext3/export/backup
raid-home20 GBext3/home
raid-srv20 GBext3/srv
raid-vmware20 GBext3/vmware
raid-data20 GBext3/export/data

Sowohl auf der IDE-Platte als auch auf dem RAID-Sub-System bleiben nach der initialen Einteilung der Platten genügen "Reserven" für spätere Umkonfigurationen bzw. erweiterten Platzbedarf der einzelnen File-Systeme. Die Systeme mmedia (für Multimedia-Daten) und data für Shared-Data, werden entsprechend ihrer Betriebssicherheit auf die interne Platte bzw. das RAID-System gelegt und über ein spezielles Directory /export gemounted bzw. ins LAN exportiert.

Die oben angeführten Einteilungen der File-Systeme sind nur praktische Beispiele und leicht auf andere Ansprüce abänderbar. 200 MB für /boot und 5 GB für / sind völlig ausreichend und der Rest ist dank LVM variabel.


Software Setup

Um das System mit LVM und manueller Partitionierung einzurichten, wurde die "Ubunty Feisty alternate Desktop CD" verwendet. Zum Zeitpunkt der Installation stand die entsprechende Server-CD noch nicht zu Verfügung.

Nach der Partitionierung wurde eine standard Installation mit Gnome Desktop durchgeführt. Nach der standard Installation wurden unnötige Pakete wie z.B. OpenOffice entfernt und zusätzliche Pakete wie mySQL-Server, Apache, phpmyadmin und NFS-Kernel-Server installiert.

Die Anwendungsdaten von Apache und des mySQL sollen in /srv/ gespeichert werden. Dazu sind die Konfigurationen von Apache und mySQL entsprechend abzuändern.
In /etc/apache2/apache2.conf wird dazu die Zeile "DocumentRoot /srv/www/htdocs/" eingefügt.


VMware Server Setup

Von der VMware Webseite wurde der VMware-Server (...tar.gz) für Linux heruntergeladen und das tar-File unter /tmp entpackt.
Bei der Ausführung des vmware-config.pl trat der gleiche Fehler auf, wie bei der Installation der VMware-Workstation unter Ubuntu. Nach Modifikation der vmmon.tar-Datei ließ sich der VMware-Server einwandfrei installieren und hochfahren.

Während der Netzwerk-Installation der vmware-config.pl werden mehrere virtuelle Netze initialisiert. Interessant sind davon /dev/vmnet0 und /dev/vmnet2. vmnet0 ist mit der primären LAN-Card (und damit mit eth0) verbunden. vmnet2 ist die 2te LAN-Card (eth1) zugewiesen. Die vmnet-Netzwerke sind wie virtuelle LAN-Switches zu betrachten. Jede VM kann sich intern mit diesen "Switches" verbinden. Das wird später bei der Einrichtung des IPCop-Routers verwendet.

In den "Host Settings" wurde zunächst der "Default Path" für die virtuellen Maschinen auf /srv/vmware/VirtualMachines abgeändert, damit die virtuellen Maschinen auch im richtigen Verzeichnis landen. Zusätzlich ist ein Verzeichnis /srv/vmvware/vmimages vorhanden, in das die ISO-Images der zu installierenden Systeme kopiert werden. Von dort lassen sie sich gut als virtuelle CD-ROM mounten und ersparen somit das Brennen und Einlegen von CD-ROMs.

Weiterhin wurde das Reserved Memory für die VMs auf max. 1024 MB limitiert um dem Server ein wenig Luft zu lassen. Die größte verwendete VMs belegt max. 256 MB RAM, so dass immer noch einige VMs gleichzeitig laufen können.


!!! Seite ist noch im Aufbau !!!



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